Geschichte

1902 wurde der Flobertschützenverein Bazenheid gegründet. Die Protokollbücher der ersten Vereinsjahre sind anscheinend durch einen Brand zerstört worden, so dass darüber nur sehr wenig bekannt ist.

 

Die erste Kommission, heute Vorstand genannt, bestand aus den Gründermitgliedern Albert Rütsche (Präsident), Paul Grob (Aktuar), Gallus Strässle (Kassier), Johann Rütsche (Schützenmeister) und W. Dietrich (Revisor). Weitere Gründungsmitglieder sind leider nirgendwo namentlich erwähnt. Es ist jedoch anzunehmen dass es noch weitere Gründungsmitglieder gab.

 

Während des ersten Weltkrieges in den Jahren 1915 - 1919 wurde die aktive Schiesstätigkeit des Vereines eingestellt und im Frühjahr 1920 mit 14 Aktivmitgliedern wieder aufgenommen.

 

1925 trat der Verein dem Eidg. Kleinkaliber-Schützenverband (EKSV) bei.

 

1912 übernahm Johann Rütsche das Präsidium. Erst 1952 (!) gab er dann seine Demission als Präsident bekannt. Er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und verblieb als Berater und Aktuar noch bis 1959 im Vorstand Insgesamt also über ein halbes Jahrhundert (1902-1959) dauerte seine Tätigkeit zum Wohle des Vereins.

 

Laut den Protokollbüchern konnte damals kaum eine Sitzung oder Versammlung pünktlich begonnen werden. Verspätungen bis zu einer Stunde gehörten zur Tagesordnung. Auch wurden an den Kommissionssitzungen viele hitzige, manchmal sogar handgreifliche, Diskussionen geführt. Jedoch wurden alle Zusammenkünfte immer mit einem gemeinsamen friedlichen Umtrunk abgeschlossen!

 

Bereits von Anfang an wurden rege an Sektions-, Verbands-, Freundschafts- und Eidg. Schiesswettbewerben teilgenommen oder auch selber als durchführender Verein aufgetreten. Angesichts der damals noch recht eingeschränkten Mobilität waren die teilweise grossen Entfernungen zu den Teilnahmeorten schon erstaunlich.

 

Der Mitgliederbestand in all den Jahren schwankte zwischen 9 und bis zu 30 Schützen und lag im Durchschnitt bei ca. 16 Aktivschützen. Gute Schiessresultate wurden und werden immer mit Freude verkündet und meist auch ausgiebig gefeiert.

 

1920 musste Fr. 2.50 Jahresbeitrag bezahlt werden. Die Munitionspatrone kostete 6,6 Rappen und ein Schiessbüchlein 50 Rappen.

 

1934 wurde die Umbenennung des Vereins von Flobertschützenverein Bazenheid in Sportschützenverein Bazenheid beschlossen.

 

Nach vergeblichen Anläufen in den Jahren 1945 und 1947, die an den damals notwendigen amtlichen Bewilligungen scheiterten, wurde 1952 der 1. Jungschützenkurs unter der Leitung von Walter Truninger und Johann Meier durchgeführt.

 

Von 1902 wurde auf wechselnden improvisierten Scheibenständen geschossen, bis 1925 die Familie Jung vom Restaurant Sonne in Bazenheid dem Verein ein Grundstück Sonnenwiese auf Servitutbasis zur Verfügung stellte, auf dem ein Schützenstand und ein 10er Scheibenstand erstellt werden konnte. Dieser befand sich beim damaligen Restaurant Sonne, oberhalb der heutigen Verzweigung Müselbach-Nutenwilerstrasse.

 

Infolge neuer Zonenplanungen und des zunehmenden Wohnbaus wurde die Sicherheit des Schiessplatzes Sonnenwiese immer mehr gefährdet. Am 17. August 1970 wurde das Servitut aus dem Jahre 1925 auf dem bisherigen Schiessplatz Sonnenwiese verkauft. Mit dessen Erlös konnte der Verein am 22. Dezember 1970 im Cholberg ein Stück Land für einen neuen Schiessplatz käuflich erwerben. Fast gleichzeitig wurden auch 6 Laufscheiben angeschafft.

 

Die Finanzierung für die Errichtung eines neuen Schützen- und Scheibenstandes erwies sich als schwieriger als angenommen. Dank über 3500 geleistete Fronarbeitsstunden der Mitglieder und finanzieller Unterstützung von Privatpersonen und Firmen konnte das Projekt in den Jahren 1971/72 errichtet und fertig gestellt werden.

 

1999 erfolgte die nächste kostenintensive Modernisierung. Es wurden 5 neue elektronische Scheiben eingebaut.

 

Erstmals wurde das Volksschiessen 1947 namentlich erwähnt. Dieser Schiessanlass für Aktiv-, Nichtschützen, Familien und Freunde wurde und wird seit damals alljährlich durchgeführt und gehört seit damals zum Höhepunkt des Jahresprogramms. Dazu gehören gemütliche gemeinsame Stunden bei Speis und Trank.

 

Auch heute noch stehen Gemütlichkeit und Kameradschaft bei den Kleinkaliberschützen Bazenheid im Vordergrund, jedoch freuen wir uns natürlich immer über jedes gute Resultat an den besuchten Schützenfesten.